Beiträge von SpacecowboyJ

    Dies ließe sich durch ein bedingungsloses Grundeinkommen lösen (finanziert durch höhere Besteuerung höherer Einkommen). D.h. jeder bekommt, egal, was er macht und wieviel er sonst verdient, eine gewisse Summe im Monat.

    Das ist meiner Meinung eine Lösung, die einerseits sozial gerecht ist und andererseits jedem - sei er noch so faul - die Deckung der Grundbedürfnisse erlaubt.

    Das einzige Problem dass ich da sehe, ist die Motivation unter den Arbeitern.

    Wenn ich irgendeinen hirnlosen Job mache, nicht leicht gefeuert werden kann, und mir mit dem niedrigsten Gehalt keine Sorgen machen muss, im Leben durchzukommen .. wozu mich anstrengen?

    Hört sich jetzt vielleicht hart kapitalistisch an, aber an solchen sachen ist der Kommunismus in Osteuropa zerbrochen.

    Ich bin sehr wohl für ein Grundeinkommen, find aber die Kombination hohes Grundeinkommen + Arbeitnehmerschutz auf einem Niveau, wo Arbeiter nur schwer gefeuert werden können, gefährlich.

    "Eine liberale Partei für Österreich sollte klar links der Mitte stehen…." zitiert aus einem kommentar auf der lif seite.

    aber eigentlich is das ja egal - erschreckend is halt nur dass viele leute so denken wie das subjekt aus dem video.

    Ich finds überhaupt nicht erschreckend - wenn man so durchs System kommen kann .. klar werden es einige auch machen.

    ich erinnere zusätzlich nur an die tolle idee einer 900 euro grundsicherung aus dem hust linken hust lager....

    gings dabei aber nicht um leute, die Arbeiten?

    Wenn sich arbeiten nach dem derzeitigem System nicht lohnt, klar werden viele das System ausnützen und nicht Arbeiten.

    Versteh nicht, warum dann gleich von "Zwangsarbeit" geredet wird. Viel mehr muss dagegen was unternommen werden, dass sich arbeiten "nicht lohnt", und dass man als freiwillig Arbeitsloser Notstand kassieren kann.

    Ich weiß nicht, was auch in 50 Jahren lustig am 3. Reich sein sollte.

    Naja, X-tausend Jahre nach der schrecklichen Ausbeute von Sklaven im antiken Ägypten regt sich kein Mensch darüber auf, dass "Asterix und Kleopatra" geschacklos ist. Komik = Tragik + Distanz.

    Hat aber mim Jörg nicht viel zu Tun - Kommentare wie

    Zitat

    Na, das hat’s im Dritten Reich nicht gegeben, weil im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt. Das muss man auch einmal sagen

    Zitat

    Die Waffen-SS war Teil der Wehrmacht und es kommt ihr daher alle Ehre und Anerkennung zu.

    haben herztlichs wenig mit Humor zu tun.

    Wie schon die alten Lateiner gesagt haben: "De mortuis nihil nisi bene."

    Und es waren schon die alten Lateiner falsch.

    Nur weil Jörg Haider jetzt tot ist, müssen wir nicht alle so tun, als ob wir ihn alle immer schon für einen großen Staatsmann gehalten haben. Das ist unehrliche Bescheißung, und hat mit Mitgefühl nichts zu tun.

    Ich war - als jemand, der immer viel Respekt für Thomas Klestil gehabt hat - 2004 irsinnig sauer auf den Jörg, als er plötzlich nach dessen Ableben von ihm geredet hat, als ob er sein größter Held gewesen ist. Man kann auch ohne eine solche Heuchlerei Mitgefühl an die Hinterbliebenen zeigen.

    Mir gehn, wie immer wen sowas passiert, gleich drei Gruppen auf den Geist:

    * die, die sich über eine menschliche Tragödie lustig machen müssen.

    * die, die plötzlich wenn ein Mensch stirbt, über diesen nur mehr gutes sagen können.

    * die Leute, die Glauben, dass irgendwas hier irgendwas mit Salinismus zu tun hat. :omg:

    Die "Anekdote" mit dem Unfall wird übrigens dadurch abgeschossen, dass sie aus dem Englischen übersetzt ist, wo sie genau gleich funktioniert wie im Deutschen.

    Schnelles googlen:

    Zitat

    A father and son are involved in a terrible traffic accident. The father dies on the scene of the accident and the boy is rushed in a serious condition to hospital by helicopter. As he is prepared in the operating room, the doctor walks in and stands next to the wounded boy. Then the doctor says: " I can't operate, it's my son!" How is this possible?

    Funktioniert ebenso, auch wenn es im Englishen eine Form wie "docress" oder so garnicht gibt.

    Es ist gut möglich, dass Leute bei diesem Rätsel durch latenten Sexismus einfahren. Ein anderer Faktor ist sicher, dass man eben an den Vater denkt, wenn man zur letzten Zeile kommt, und an die Mutter garnicht gedacht hat.

    Mit grammatikalischen genus kann es aber nichts zu tun haben wenn es in einer sprache, wo nomen keinen genus haben und es keine explizit femininen Formen gibt, die Leute genauso täuscht.

    Das Genus und Sexus im deutschen nicht viel miteinander zu tun haben ist keine Ansichtssache, sondern eine Sache, die sich jedem offenbart, der mal ein Wörterbuch aufschlägt.

    der Baum
    der Gleis
    der Stift
    der Rasenmäher
    die Strafe
    die Bahn
    die Information
    die Person
    die Wache
    die Berühmtheit
    das Mädchen
    ...

    würd mich wirklich interessieren, ob es Statistiken gibt die besagen, in wievielen Fällen Genus und Sexus übereinstimmen, bzw. wie sehr die Verteilung bei Geschlechtslosen Dingen von 1/3 - 1/3 - 1/3 abweicht.

    Ich find's in jedem Fall blöd, wenn man für die politische Korrektheit Sachen auf die Art und Weise entwirft, dass man versucht, jeden einzuschließen. Vielmehr sollte man einfach versuchen, niemanden auszuschließen.

    Gutes Beispiel für den verkehrten Ansatz da finde ich die "Gender mainstreaming" Kampagne der Stadt Wien.

    http://genderblog.de/index.php/2007…cht-die-strase/

    Statt das man bei dem Maxi auf der Baustelle möglichst geschlechtsneutral entwirft (-->http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Zeichen_123.svg), gibt man abwechselnd immer eine Frau mit offenen Zöpfen und Rock drauf - die Frauen ja klar auf der Baustelle tragen werden.

    Statt das man die Maxis auf den U-Bahn Schildern geschlechtsneutral entwirft, wie sie sie in den meisten Städten die ich kenne sind, stellt man abwechselnd personen eines jeweils anderen Geschlechts dar.

    Das ist komplett verkehrt. Schilder sollen möglichst keine redundanten Informationen haben, wie etwa das Geschlecht einer Person.

    (Außer es meint jetzt wer, dass Maxis auf Schildern automatisch männlich sind, wenn sie keine Röcke tragen, auch wenn sie nicht "männlich" etworfen sind wie auf den wiener Schildern, sondern nur als Strichmaxis)

    Tschuldigung, aber ich hab in meinem Leben noch kein einziges sprachwissenschaftliches Argument für des binnen-I gehört, sondern nur ideologische.

    Als jemand, der in ein paar Monaten sein Magister der Sprachwissenschaft mit ausgezeichnetem Erfolg abschließt brauch ich durch die Aussage nicht beleidtigt sein. Ich muss sie aber auch nicht sonderlich ernst nehmen.

    -->

    Es kann auch nicht wirklich effizient sein, für so kleine Beträge Auslandsüberweisungsgebühren zu zahlen. Will nichts schlecht reden oder so, aber die Banken müssen von der Katastrophe nicht noch profitieren.

    Es hat nichts mit Rassismus zu tun, es ist nur einfach effizienter, wenn man an das österreichische Rote Kreuz - das man kennt, und dem man vertraut - spendet, und die dann in GROSSEN MENGEN das Geld zu Hilfeleistungen verwerten bzw. nach China übermittelt. Vorallem, wenn man kleine Spenden macht bei denen viele Gebühren aufkommen.

    Vielleicht meint sie ja auch nicht Tennis spielen sondern "Tennisdamen". Zugegebenermaßen denke ich bei "Tennisdamen" auch eher an Frauen als an Männer. Vielleicht sollte man sich um dieses Phänomen einmal kümmern...

    sich gegen die Verwendung eindeutig Geschlechtsspezifischer wörter für Jobs (Feuerwehrmann, Krankenschwester) aufzustellen ist glaub ich für die meisten binnen-I Gegner schon was anderes.

    Es geht nicht um Details einer Sprachform, sondern um ein Umdenken in der Gesellschaft. Ich bin kein Frauen- oder Emanzipationsforscher aus Nordeuropa, deshalb kann ich nur Vermutungen anstellen, warum Frauen in Finnland besser gestellt sind als in Estland (Wohlstand, Bildungseinrichtungen, Frauenbewegungen vielleicht).

    Hauptsächlich wegen der verschiedenen Staatsformen. Finnland ist sozialdemokratisch, Estland wirtschaftsliberal - die Regierung greift generell wenig ein in Firmengeschehnisse. Die Sprache hat mit der gesellschaftlichen Stellung von Frauen rein garnichts zu tun - sie beeinflusst sie weder positiv noch negativ.

    ich bin aber im allgemeinen ganz klar für eine geschlechtsneutrale Sprache, auch wenn der Einfluss einer Sprache auf die Kultur überschätzt wird (Kultur zeichnet die Sprache. Sprache die Kultur eher wenig.) .. nur geht der ganze "-innen" Blödsinn genau gegen den Trend der geschlechtsneutralisation, der in manchen deutschen Dialekten schon fast abgeschlossen ist.

    In Estland und Finnland gilt übrigens die Verwendung des Suffixes, das dem deutschen "-in" entspricht, als sexistisch. Eine Person, die lehrt, ist õpetaja(EST) bzw. oppetaja(FIN). Man KANN eine eindeutig weibliche Form bilden, mit dem suffix "-tar" (õpetajatar, oppetajatar), kriegt aber dafür meistens eher von Frauen eine gefetzt. Weil die Botschaft der verwendung dieses Suffixes als solche angesehen ist, dass man als Frau automatisch kein vollwertiger Lehrer ist.

    Ich würd dem Author dieser Standardantwort einen Urlaub in Estland vorschlagen.

    Unglaubliches Maß an Gewalt an Frauen, größte EInkommensscheere der EU .. und eine Sprache in der es überhaupt kein grammatikalisches Geschlecht gibt.

    (oder noch besser, im Iran oder in China)

    Die ahnungsvolleren der Spracherneuerer argumentieren nicht mit der eingebildeten Nazikeule, sondern damit, daß in fast allen Sprachen -- auch indogermanischen -- der Terminus nun mal "indoeuropäisch" lautet. Ich glaub, da braucht man nicht mit Verfolgungswahn heranzugehen, Standardisierung auf diesem Gebiet wird keinem schaden.

    Stimmt schon. Trotzdem aber hört man immer wieder, dass der Terminus "indogermanisch" irgendie nationalsozialistisch ist. Was kompletter Unsinn ist, da mit "germanisch" eben Isländisch gemeint ist.