Beiträge von lion78at

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    Du bist ein gutes Beispiel, dass die Bildung in Österreich zwar nicht immer gratis ist, aber meistens völlig umsonst ...

    Deshalb habe ich es auch demnächst zum Doppelakademiker an der TU Wien geschafft.

    edit: Entsprechende rechtliche Schritte wurden eingeleitet - auch der virtuelle Raum ist nicht vogelfrei und es gibt Grenzen!

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    Zum Abschluss noch ein unsachlicher Einwurf: lion78at: Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung.


    Ja, ganz offensichtlich bin ich der große Ahnungslose :D

    Als Allwissender erkläre mir aber bitte, weshalb man sich derart an die (im konkreten Fall vollkommen bedeutungslose) Metallergewerkschaft anbiedert, anstatt zu versuchen das Gros der Studenten und Professoren hinter sich zu bringen? Was euch scheinbar nicht klar ist, dass mit jeder politisch polarisierenden Gruppe einige Studenten wieder wegbrechen.

    Weiters erkläre mir bitte, was Proteste an deutschen Universitäten konkret für Auswirkungen auf die Lage in Ö haben sollen? In Deutschland ist man sowieso der Meinung, dass man in "zweitklassige" Studenten nichts investieren sollte (siehe heutiger Kurier).

    Aus der Einladung und Info zur Aktion "TU Brennt":

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    Ab 8 Uhr früh veranstalten wir eine gemeinsame Demonstration mit der solidarischen Metaller-Gewerkschaft, Treffpunkt vor der Wirtschaftskammer in der Wiedner Hauptstrasse 63 und anschließender Kundgebung an der TU Wien um 9:30.



    Bitte um Auskunft: Will man Verbesserungen im Bildungssystem erreichen oder kämpft man hier für die "klassenlose Gesellschaft"?
    :omg:

    => STUDIEREN STATT BLOCKIEREN!

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    Denk ein bisserl außerhalb des Rahmens, den dir die Neoliberalen gesteckt haben. Bedingungsloser Konformismus wie ihr ihn an den Tag legt, hat auch nicht zur Menschenrechtscharta, der Aufhebung der Leibeigenschaft, zur Demokratisierung Europas, etc. geführt.


    So viel also zur Akzeptanz anderer Meinungen in einer Basisdemokratie :D

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    Ich finde es sehr schade, das du so opportunistisch bist und das mögliche Potential eines verstärkten Interesses an (Bildungs)politik und demokratischer Mitbestimmung aus gesamtgesellschaftlicher Sicht nicht siehst.


    Ich bin nicht opportunistisch, sondern realistisch! Die eierlegende Wollmilchsau (keine Studiengebühren, keine Zugangsbeschränkungen, etc.) in Sachen Universitätssystem gibt es leider auch in Ö nicht. Wie so oft im Leben, geht es um sinnvolle Kompromisse. Visionen sind immer erwünscht und sinnvoll, bloß irgendwann müssen solche auch in real umsetzbaren Punkten enden. Davon entfernt man sich aber täglich weiter!

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    Einmalige 34 Mio € werden an der Uni leider NICHTS verändern.


    Da gebe ich dir vollkommen recht, deshalb müsste auch ein realistischer Entwicklungsplan für die nächsten 10 Jahre her. Darüber wird aber gar nicht diskutiert, sondern im Grunde soll doch nur der Status quo aufrecht erhalten werden.

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    Die Regierung könnte das Geld auftreiben, Sie will es aber nicht.


    Solche Aussagen sind für mich stark zu hinterfragen! Vor jedem "Geschäftsjahr" wird ein Budget erstellt und das sollte möglichst eingehalten werden (speziell in Zeiten, in denen es sowieso überall kracht). Nur zur Erinnerung: Wir schreiben jetzt bereits jährlich ein dickes Minus in Sachen Staatsfinanzen! Es ist ja nicht so, dass Faymann oder Pröll noch ein paar Milliarden unter dem Kopfpolster versteckt haben, sondern es wird jetzt bereits vieles auf Pump finanziert. Somit kann das Ziel nur sein, dass langfristig mehr Geld in den Bildungsbereich fließt (verbunden mit einer ordentlichen Reform)! Das ist dann auch planbar und kalkulierbar - und darüber sollte man verhandeln, und nicht um einmalige "Sonderzahlungen"!

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    Und treibt uns weiter in den neoliberalen Wahnsinn.


    :confused:

    Ich finde interessant wie sich das Ganze entwickelt und freue mich, dass auch unser Herr Bundeskanzler endlich Farbe bekannt hat. Möglicherweise erwachen dadurch nun auch etliche der Hörsaalbesetzer aus ihren teilweise recht realitätsfernen Träumen.

    Mehr als die 34 Millionen werden aber nicht herausschauen, denn kein anderer Minister wird aus seinem Ressort noch Mittel zur Verfügung stellen (so blöd, nicht budgetierte Mittel zu "finden", ist keiner :)). Aus strategischer Sicht macht die Regierung alles richtig - sie hat ein für das Volk akzeptables Angebot gemacht und wartet jetzt einfach ab, bis die Basisdemokratie den Rest erledigt (d.h. Endlosdiskussionen ohne Fortschritt, Einigung und Lösungen in den wichtigsten Fragen). Das Ganze wird irgendwann einschlafen - schon jetzt merkt man, dass das Interesse daran deutlich nachlässt.

    Meine letzte Hoffnung beruht in der Gruppe "STUDIEREN STATT BLOCKIEREN" :D

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    In einer Demokratie brauche ich keine Abstimmung/Legitimierung um meine(n) Meinung/Ärger Kund zu tun. Jeder darf streiken/protestieren, da muss keine Mehrheit zustimmen.


    Dagegen widerspreche ich dir auch nicht, bloß kann man nicht erwarten, dass ein "bunter Haufen" (ohne Legitimation) etwas erreicht ;)

    Von http://derstandard.at/fs/12567437755…n-Notfallzauber: "Wir fordern nicht nur eine freie Universität sondern eine freie Gesellschaft. Ein freie Universität in mitten einer kapitalistischen Gesellschaft ist wie ein Leseraum in einem Gefängnis", befindet die "Besetzte Akademie der bildenden Künste". Um diese freie Gesellschaft zu erreichen, fordert sie ein Grundeinkommen von 1.500 Euro pro Monat.

    Von http://unsereuni.at/wiki/index.php…he_Beantwortung: "Gerade in Zeiten der Krise ist es wichtig auf die Bedeutung von Universitäten, und deren Finanzierung hinzuweisen. Dabei geht es um Grundsätzliche Fragen der Verteilungspolitik. Der Staat hat natürlich nach wie vor Geld. Geld für Pensionen, Autoverschrottung, Banken und teure Bahnausbauprojekte. Geld ist auch in privatem Vermögen vorhanden, und das in den letzten Jahren zunehmend ungleich verteilt. Die Gesellschaft und insbesondere wohlhabende Schichten profitieren von dem Geld das für universitäte Bildung aufgebracht wird. Für die Zukunft und die Zeit nach der Krise wird Bildung ein wichtiger Faktor für das Allgemeinwohl bzw. den Wohlstand einer Gesellschaft sein. (Stichwort Informations- bzw. Wissensgesellschaft)"

    => STUDIEREN STATT BLOCKIEREN!

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    Gesetzliche Legitimation: Wenn nur staatlich anerkannte Organisationen demonstrieren dürfen, läuft aber irgendwas falsch?


    So war das meinerseits nicht gemeint, sondern dass eine Bewegung, hinter der hochoffiziell eine Zahl X an Studenten steht, mehr Aussicht auf Erfolg hätte. Facebook, Twitter, etc. sind gut und schön, noch lange aber nicht so viel wert wie handschriftlich unterzeichnete Solidaritätserklärungen von X Studenten :)

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    @ÖH: Persönlich glaube ich dass der Protest so erfolgreich ist, weil die ÖH nicht dahintersteckt. Die ÖH hat sich in den letzten Jahren oft genug als Sprungbrett für junge Parteipolitiker entpuppt, was vermutlich auch der Grund für ein unterschwelliges Misstrauen gegenüber der ÖH gefördert hat. Zumindest mir gehts so.


    Hier sind wir ja eindeutig einer Meinung! :D

    Das Problem ist halt, dass den HS-Besetzern jegliche Legitimation fehlt (im Gegensatz zur ÖH oder Gewerkschaften) und sich auch immer mehr zeigt, dass doch sehr viele Studenten nicht hinter dieser Art von Protesten steht. Das oberste Ziel müsste demnach sein, dass man eine solche Legitimation herstellt, z.B. mit Unterschriftslisten (o.ä.).

    Eine andere Sache, die sich immer mehr in den Vordergrund drängt, ist, dass manche das Ganze mehr als Event sehen ("endlich tut sich einmal etwas") oder ihre persönlichen Einzelprobleme loswerden möchten, die im Grunde aber mit den eigentlichen Problemen an den Ö-Universitäten nur bedingt etwas zu tun haben (siehe Diskussion mit TU-Rektor). Dazu kommen dann noch ein paar 68er, die sich ebenfalls freuen, dass sich wieder einmal etwas tut und ein paar Links-Linke, die ihre große Chance wittern. Schade um die Personen, die hierdurch ernsthaft Verbesserungen an den Universitäten herbeiführen wollten!

    Deshalb: STUDIEREN STATT BLOCKIEREN! ;)

    Irgendwann wird die Polizei den Hörsaal räumen, die Diskussion langsam, aber sicher wieder einschlafen (der Stellenwert in den Medien nimmt auch schon deutlich ab) und das Ganze ist Geschichte. Es gibt ein bißchen mehr Geld für die Universitäten, die notwendige Reform hat aber leider nicht herausgeschaut! Ein Wette? :cool:

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    Aber eine Forderung von gestern abend (TU FH 1 per livestream verfolgt) war die forderung Vorlesungen per internet zu übertragen bzw in einem WEbarchiv zur verfügung zu stellen... Da Vorlesungen ja öffentlich sind wär das wirklich eine Interessante Idee die wohl sehr rasch und kostengünstig in die PRaxis umgesetzt werden könnte...



    Grundsätzlich wäre das natürlich eine tolle Sache, man muss sich aber auch im Klaren darüber sein, dass dann kaum einer mehr in die Vorlesung kommen wird. Ob das die Professoren so motiviert?

    Mich sieht man zumindest nicht mehr in einer Vorlesung, wenn ich diese auch online verfolgen kann ;)

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    Aber scheinbar darf man froh sein, wenn man auf der Straße nicht angespuckt wird wenn man hier ganz einfache Rücksichtnahme einfordert, immerhin ist es ja ein "Randthema".


    Reiß dich bitte ein wenig am Riemen, wir diskutieren mit dir ja auch nicht auf diesem Niveau! Und ja, es ist ein Randthema, das aber natürlich auch Beachtung finden sollte.

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    Die Bildungspolitik wird seit einigen Jahren von einer gewissen Party - *hust* ÖVP *hust* - im Land gesteuert.


    Interessant, und das obwohl die Unterrichtsministerin (als eine der beiden wesentlichen Kräfte in Sachen Bildung in Ö) von der SPÖ ist? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man von so manchem Politiker in Sachen Universitätspolitik gar nichts hört (H.C. ist ja plötzlich auch verstummt) ;)

    Nachdem ich den runden Tisch im ORF2 gesehen habe, muss ich leider feststellen: Mit meiner Solidarität für diese Studentenproteste wird es wohl nichts mehr - da ist mittlerweile fast alles verloren! :wave: Aber wenigstens hat sich unser TU-Rektor recht gut geschlagen :)

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    verschulte systeme auf der uni gibt es doch genug. allein im informatik studium die ganzen VL sind mega unnötig


    Was soll man mit solchen pauschalierenden Aussagen anfangen? Schule hat für dich wohl damit zu tun, dass Termine einzuhalten sind. Wird das jetzt auch noch eine Forderung: Keine fixen Abgabetermine mehr für Übungsaufgaben? :confused:

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    Ich hab übrigens in einigen VOs schon im Jahr 2001 keinen Platz bekommen, wenn Infler und Winfler gemeinsam im Hörsaal waren. Allerdings hat sich das recht bald gelegt, weil dann eh weniger Leute in die VOs gehen.



    Ja, viele der Profs an der TU Wien schaffen es (immer noch), den anfangs vollen Hörsaal bis zum Semesterende leer zu bekommen :D

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    Und was dieses "das muss jemand bezahlen" angeht: Das Geld fließt so schnell wieder in die Wirtschaft, dass das meiste davon eh gleich wieder als Steuer an den Staat zurückfließt.



    Mir soll es recht sein: Ich warte trotz Studiumsabschluss mit Auszeichnung und 10-jähriger Industrieerfahrung seit fast einem Jahr auf eine bezahlte Doktoratsstelle an der TU Wien. Also, her mit den Moneten! :D

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    Fällt einem schwer, das nicht aus den Interessen zu sehen, wenn bei Kunststudien (Kunst!) im Bachelor dann nur mehr Grafikbearbeitung-LVAs angeboten werden (überspitzt).


    Das hat aber nichts mit der Einführung des Bachelor/Master/PhD-Systems zu tun, sondern damit, dass gleichzeitig mit der Einführung dieses Systems die Lehrinhalte (scheinbar nicht zum Besten) adaptiert wurden ;)

    Zu den Forderungen ein paar Anmerkungen:

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    Keine Zugangsbeschränkungen! Wir können und wollen selbst entscheiden!


    Wer entscheidet dann, wenn die vorhandenen Kapazitäten überschritten werden? (vgl. Kindergarten hat 25 Plätze zu vergeben, es wurden aber 50 Kinder angemeldet - wie wird entschieden, welches Kind aufgenommen wird? bitte nicht: Basisdemokratie, denn diese ist in solchen Fällen unfair!)

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    Barrierefreie Hörsäle und Materialien


    Zwar ein Randthema, aber ist okay ;)

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    Lehre und Forschung dürfen nicht kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden


    Die Ausrichtung der Universitäten (Inhalte, etc.) geschieht nicht in den Ministerien, sondern an den Universitäten selbst [d.h. universitätsinterne Angelegenheit]. Die Einführung des Bachelor/Master/PhD-Systems würde ich nicht aus diesen Interessen heraus sehen, sondern war dadurch motiviert, einen gemeinsamen europäischen Wissenschaftsraum zu schaffen (wenngleich das bis dato nicht so ganz geglückt ist).

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    Ausreichende Mittel für Grundlagenforschung


    Die entsprechenden Fonds, etc. sind mit genügend Geld ausgestattet, bloß muss man über die Fördermöglichkeiten natürlich auch Bescheid wissen (hier fehlt es gewaltig an der Transparenz bzgl. Fördermöglichkeiten, aber auch am Wissen des Universitätspersonals hinsichtlich der Möglichkeiten). Oder kann mir sonst jemand erklären, warum ich ca. 1x pro Woche vom FWF eine Infomail erhalte, dass eine neue Stelle in der Krebsforschung (u.ä.) geschaffen wurde, keine derartigen Infomails aber in Sachen TU/Informatik daherkommen?

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    Für fundierte Bildung statt gehetzer, starrer Ausbildung, ECTS-Punkte müssen dem realen Arbeitsaufwand entsprechen


    Auch hier sind die Universitäten selbst gefordert [d.h. universitätsinterne Angelegenheit].

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    Mehr Raum im Studium für persönliche Interessen


    Was stellt ihr euch darunter vor? Dass man sich seine ehrenamtlichen Tätigkeiten als Freifach "anrechnen" lassen kann oder dass man mehr Freifächer (anstatt Wahlfächern) zu absolvieren hat? Das ist für mich zu abstrakt formuliert!

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    StudentInnen werden in unbezahlten Praktika ausgenutzt


    Das ist nicht einmal Universitätsangelegenheit, sondern dabei geht es schon um die Professor/Student-Beziehung. Wobei ich eine "Bezahlung" mit entsprechendem Zeugnis schon okay fand.

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    Weitgehende Mitbestimmung der StudentInnen und aller MitarbeiterInnen


    Das ist ebenfalls zu abstrakt formuliert! Es kann nicht jeder überall mitstimmen, denn dann geht gar nichts mehr weiter.

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    Transparenz auf allen Ebenen: In finanziellen, personellen und Studienangelegenheiten


    Ich denke, dass schon vieles sehr transparent abläuft, bloß man muss sich eben auch auf die Suche nach den Informationen machen, die teilweise bewusst nicht so offensichtlich veröffentlicht werden.

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    Ausreichend Raum für Lehre und Lernen - Schluss mit der Platznot!


    Haben wir denn an der TU Wien wirklich Platznot? Ich studiere seit 1997 und habe noch in jeder VO einen Sitzplatz bekommen. Einzig im Nelson's wird es manchmal knapp, aber das ist eine andere Geschichte ;)

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    Besseres Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und StudentInnen


    Wenn ich etwas von einem Professor will, dann kläre ich das entweder per Mail (Antwortzeit meist kleiner 2 Stunden) oder vereinbare einen persönlichen Termin (meist innerhalb von 3 Tagen möglich). Das spricht meiner Meinung nach für ein recht gutes Betreuungsverhältnis und ist nicht vergleichbar mit anderen Universitäten (z.B. univie), wo manche Wochen auf eine Antwort per Mail warten.

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    Mehr und fair bezahlte TutorInnen und AssistentInnen


    Reich wird man an der Universität nicht, da muss man schon in die Wirtschaft wechseln ;)

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    Grundsicherung für Studenten (ca. in Höhe des Existenzminimums / 14 * Jahr)


    Das muss auch jemand bezahlen :)

    Bobsch
    Welche der Probleme an den Universitäten bzw. Forderungen (mehr Geld aus dem Staatshaushalt für die Universitäten, keine Studiengebühren, keine Zugangsbeschränkungen, ...) könnte man denn mit mehr Basisdemokratie lösen?

    Als erstes wird immer Basisdemokratie gefordert. Irgendwann muss dann jemand aber auch die Verantwortung übernehmen (und will deshalb mehr Einfluss auf die Entscheidung haben) und schon ist es aus mit der Basisdemokratie ;)

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    Wir haben in 9 Tagen Protest eine beeindruckende Organisation geschaffen, die Dinge zusammenkriegt, die weit über die Möglichkeiten des Individuums hinausgehen. Trotz oder gerade wegen der Basisdemokratie.


    Das hat aber nichts mit Basisdemokratie zu tun, sondern damit, dass eine Gruppe in Zusammenarbeit mehr weiterbringt als ein Einzelner ;)

    Blutsturz
    Danke, du unterstreichst nochmals was ich als "Unseriösität" anprangere ;)

    Geht es uns darum, dass sich an den Universitäten etwas ändert (klare Unterstützung meinerseits) oder dient dieser Protest dazu, um gegen das "Unrecht" - ein dehnbarer Begriff - in diesem Land seine Stimme zu erheben (keinerlei Unterstützung meinerseits)?

    Wenn man die Studenten auf seine Seite bekommen will, sollte man sich schon darauf konzentrieren, dass man sich auch auf die relevanten Themen beschränkt und nicht die Ausbeutung der Arbeiter durch die Industrie, etc. zum Thema macht.

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    Der ÖGB und die AK und die Metaller sind deswegen willkommen und wichtig für uns, weil das Leute sind, die jetzt im Moment Kohle verdienen.


    Es ist mir neu, dass der ÖGB, die AK und die Metallergewerkschaft (ich nehme an, du meinst jene) Geld verdienen. Sie leben doch eher von den Beiträgen ihrer Mitglieder ;)

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    Gebt uns das Geld, dass ihr uns versprochen habt, und nicht weniger, und dann lasst uns gleichzeitig die Unis ändern und nach demokratischen Prinzipien ausrichten.


    Es ist leider ein Irrglaube, dass eine Ausrichtung nach demokratischeren Prinzipien zu besseren Zuständen führt. Oftmals ist das Gegenteil der Fall! Einzig und allein eine von allen Seiten akzeptierte Universitätsreform würde zu solchen führen, wobei hier natürlich alle (!) Seiten zu Kompromissen bereit sein müssen.

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    Die Uni ist keine AUSbildungsstätte.


    Das war sie ursprünglich nicht, dazu wird sie aber immer mehr! Ich würde das aber eher als Anpassung an die Realität sehen. Wie viele der Informatik-Abgänger bleiben denn in der Forschung und wie viele gehen in die Wirtschaft? Solange man z.B. Computergrafik nicht derart unterrichtet, dass man im Programm X eine Animation erstellen muss, habe ich kein Problem damit ;)

    Wahrlich, es gibt viele Missstände in unserem Bildungssystem! Sie aufzuzeigen ist richtig und gut, ob es derart allerdings gelingen wird, wage ich sehr zu bezweifeln.

    Begründung: Das Ganze läuft leider absolut "unseriös" ab und es verwundert mich deshalb nicht, dass keine der offiziellen Stellen die Proteste übermäßig ernst nimmt. Hier wird teilweise marxistisches Gedankengut in die Forderungen eingebracht, die weit über den Rahmen hinausgehen. Und man erkläre mir doch bitte, weshalb man einem ÖGB und anderen Organisationen eine Bühne bietet, sich hier in Szene zu setzen. Warum soll eine Delegation von Studenten zur Unterstützung der Metallergewerkschaft entsandt werden? Was hat das alles mit den Universitäten zu tun?

    Viel mehr sollte man sich auf den Kern des Themas konzentrieren und hierfür auch Lösungen entwickeln. Davon ist man derzeit aber meilenweit entfernt!

    Ich bin ein Anhänger des Bachelor-Master-Systems und tue mir schwer an diesem System etwas Negatives zu entdecken. Wie viele Informatik-Bachelor mehr könnten wir mittlerweile haben, wenn es dieses System schon länger gäbe. Ich habe noch das Diplomstudium genossen und viele meiner Kollegen haben nach 5-6 Semestern ohne Abschluss aufgehört - nun hätten sie zumindest einen Bachelor-Abschluss!

    Ich kann auch nichts Negatives an Zugangsbeschränkungen finden, wenngleich diese natürlich nicht die optimale Lösung darstellen. Wenn man entsprechende Qualität beim Studium anbieten möchte, dann muss man entweder die Zahl der Lehrkräfte erhöhen oder die Zahl der Studenten limitieren. Optimal wäre ersteres, realistisch ist leider zweiteres!

    usw.

    Im Grunde laufen die Forderungen lediglich auf eines hinaus: Mehr Geld für die Universitäten (ohne das kranke System im Kern ändern zu wollen)! Viel mehr bedarf es in Ö aber einer umfassenden Universitätsreform, denn nur das würde uns weiterbringen. Und viele der Totengräber des Universitätswesens finden sich sowieso nicht in den Ministerien, sondern an den Universitäten selbst. Das ist leider die bittere Wahrheit!

    Weiters ist höhere Bildung in einer globalisierten Welt etwas, für das man den Staat nicht benötigt, sondern das man sich selbst aneignen kann. Das meiste, das an den Universitäten gelehrt wird, geht sowieso über die Grundlagen nicht hinaus. Aus guten Büchern erfährt man mehr als in den Vorlesungen an den Universitäten. Es ist jeder selbst gefordert, sich zu bilden!

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ja zum Aufzeigen der Probleme an den Universitäten, aber bitte auf seriöse Art und Weise, damit es Leute wie ich zum Beispiel auch unterstützen können :thumb: