Soundkarte freigeben über LAN (WinXP)

  • Hi,

    Ist es möglich, eine Soundkarte über LAN in Windows XP so freizugeben, wie zum Beispiel die Internetverbindung oder Dateien? Ideal wäre es, wenn man es einrichten könnte, dass PC 1 seine Soundkarte freigibt, und PC 2 dann als weiteres Audio Device eben diese Soundkarte zur Auswahl hat. Unter Software habe ich es eingereiht, da wohl wahrscheinlich irgendeine Form von Gateway software nötig sein wird, eine Art Audiosignal-Tunneler. Nicht interessant ist hingegen jede Form von Streaming-Software. Im Übrigen scheint dies unter Linux möglich zu sein.

    Falls es interessiert, wozu das gut sein soll - nicht unbedingt lesenswert - der Plan ist folgender:
    PC 1 ist ein Server mit viel Musik. An PC 1 hängt ein Verstärker mit Lautsprechern. PC 1 besitzt weder Bildschirm, noch Eingabegeräte. PC 2 ist ein normaler Computer im Alltagsgebrauch. Auf PC 2 ist ein Media Player installiert, der Libaries über Nicht-Lokale Files unterstützt (in meinem Fall J. River MC). Auf PC 2 soll die Libary der Musik auf PC 1 geladen werden, und als Output Device für den Media Player soll die Soundkarte von PC 1 verwendet werden. Und der Sinn des Ganzen: 1. Vollständiges Interface auf PC 2, keine http basierende Remote software (Wie z.B. Wawi für Winamp), d.h. voller Funktionsumfang. 2. Keine VNC software nötig. (Es wäre ja auch eine Option, ganz einfach den Mediaplayer serverseitig fernzusteuern).

    Also, weiss jemand, ob man eine Soundkarte über LAN freigeben kann?
    Thx!

  • [...] Auf PC 2 soll die Libary der Musik auf PC 1 geladen werden, und als Output Device für den Media Player soll die Soundkarte von PC 2 verwendet werden.[...]


    Du meinst wohl die Soundkarte von PC 1.

    Ich weiß, dass OSD, eventuell auch der neuere ALSA-daemon das können.

    Viel interessanter fände ich die Lösung, das output-device des PC1 über eine pipe zu einem tcp oder udp socket zu verbinden. Vielleicht kennt hier jemand das Programm socket ( http://man.splitbrain.org/socket(1) ), sehr selten gesehen, bei Ubuntu dabei, sehr nützlich, aber auch leicht nachzubauen).

    Etwa so könnte es gehen (aus dem Gedächtnis geschrieben):
    PC1 $ socket -s -t 10000 >> /dev/dsp
    PC2 $ socket pc1.network.local 10000 < /dev/myaudiodev
    Wobei du myaudiodev als fifo anlegst und deinen Audiodaemon oder dein Programm dazu bringst, dorthin zu schreiben.

    Bitte postet comments zu dem Vorschlag.

    It's like the square root of one million ... no one will ever know.

  • Zitat

    Du meinst wohl die Soundkarte von PC 1.

    Ja du hast recht, verschrieben.

    Eine gute Idee das. Ähnliches hatte ich zumindest vom Konzept her auch im Sinn. Leider bin ich - Schande über mich - kein Programmierer. :distur:

    Ausserdem verwende ich - Schande zum Zweiten - wie beschrieben Windows XP. Zwar habe ich ein paar Erfahrungen unter Linux gesammelt, aber noch ist das ganze nicht alltagstauglich, weil für mich ganz essentielle Dinge fehlen.

    Nun, vielleicht findest du ja Gefallen daran, so etwas für Windows zu schreiben. ;)

    Trotzdem danke für den Vorschlag.

  • Mir is noch grad eingefallen, dass man die Socketverbindung auch ganz einfach über ssh machen kann ... ach egal.

    Dein Server läuft auch unter Windows? o_O

    It's like the square root of one million ... no one will ever know.

  • Noch läuft nichts. Ich frage für einen Bekannten nach, aber da ich bald ein Notebook habe, interessiert mich das Thema auch, da ich dann über das Notebook und WLAN meinen normalen PC - der in dem Fall als server fungiert - steuern möchte, und die Musiklibary dort bedienen.

    Zu deiner Idee mit den Packeten habe ich in irgendeiner Mailing List eben das gelesen:

    Zitat

    > Running audio over TCP is
    > completely unintelligible. It won't work. You *might* get it to
    > sound intelligible over your local LAN on a 100mbps switched
    > connection... but certainly not over the net. Ed Okerson and I
    > tried this a year ago with out "tpjack" connection... terrible!

    Nun, woanders wird behauptet, über UDP sei es ok. So oder so habe ich keine Ahnung von diesen Dingen :|

  • Ja, mei, man muss ja nicht unkomprimiert übers Internet gehen ... wer macht denn sowas tztztz. Im LAN/Crossover noch dazu mit SSH (Komprimierung) sollte die Bandbreite überhaupt kein Problem sein.

    Dumme Frage, warum nimmst du nicht, z.B. VLC mit http-Interface? Hmm. Noch eine elegantere Linux-Lösung: Einen Player über ssh mit X-Forwarding starten -> Voller Funktionsumfang auf PC2, Daten und Karte von PC1. Die einfachsten Ideen sind wohl die Besten.

    It's like the square root of one million ... no one will ever know.

  • Wie gesagt, sämtliche web interfaces die ich bisher probiert hab, wawi, der JRMC integrierte, VLC, ... sind einfach wirklich viel zu simpel und haben eine miserable Bedienbarkeit.

    Ich hab grad nachgelesen was X-Forwarding ist, und ich muss sagen, das ist ja wirklich eine ganz geniale Sache, genau das würde ich benötigen. Zu schade, dass ich nach wie vor ein paar Dinge unter Linux vermisse. Aber ich werde mich wohl bald daran machen, mich mit Linux anzufreunden, und das fehlende Zeug notfalls über Wine laufen zu lassen, denn auch umgekehrt gibt es zu viele Dinge, die ich unter Windows vermisse...

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