Diplomarbeit mit MSWord...

  • Hey,

    meine Cousine studiert Wirtschaft an der WU und schreibt dort gerade Diplomarbeit. Sie schreibt die Arbeit in MS Word und hat jetzt bei ca 80 Seiten natürlich Probleme damit.

    Das Problem ist das Folgende: Wenn sie das File öffnet, schwappen die Tabellen (und ich denke auch die Fussnoten) alle ewig lange auf die Folgeseiten (und das ohne dass sie was dran editiert, nur beim Öffnen). Kann man da was dagegen tun? Falls das ein bekanntes Problem ist, kennt vielleicht jemand Links, die hierzu eine Problemlösung anbieten oder ein Stichwort nach dem ich suchen sollte? Oder ist es eines von den "das ist Microsoft - das geht so nicht anders"-Problemen mit Word?

    Bitte kein MS Bashing, ich brauche konstruktive Vorschläge. Mir ist klar, dass das ganze mit LaTex nicht passiert wär und ich selbst schreib meine Diplomarbeit auch darin. Aber jetzt wo sie schon so weit ist, will sie die Arbeit vermutlich nicht in LaTex neu formatieren (ich glaub Tex lernt man normalerweise an der WU auch gar nicht). Die Arbeit ist nunmal in Word geschrieben, man kann nur noch den Schaden begrenzen...

    Danke für eure Hilfe!

    lG,
    Murmel

  • und das passiert dann nur beim öffnen? vielleicht ist es nur ein anzeigeproblem, dann kann man das eventuell ignorieren?

    wenn nicht, kA.. welche word version ist es denn? hat sie vielleicht mal ein update von word versucht? vielleicht klappt das ja.

    alternativ könnte sie auch openoffice probieren?

    grüße, wog

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  • Ich hatte auch mal ein Dokument, das Probleme machte. Ich konnte es mit einigen repair/recovery Tools (von denen ich leider keines mehr beim Namen kenne) wiederherstellen. Manchmal reicht es schon, wenn man es nur mit OO öffnen und abspeichert.

    mfG Fup

  • ich kann dir auch nur raten ein anderes textverarbeitungsprogramm zu probieren. mit word-dateien -die nicht allzu viele/komplexe word (-eigene) formatierungen haben- kommen openoffice&co, meiner erfahrung nach, mehr als gut zurecht.
    ansonsten bräuchte man evtl ein tool, dass text und word-formatierungen "raussaugen" kann und dann was neues (verwendbare(re)s) daraus erstellen kann... gibts sowas?

    word heißt ja nicht umsonst word, und nicht etwa pages oder book.
    und darum benutz ich -wenn überhaupt- word nur für maximal 1 seite, seit dem ich genau dieselben probleme gehabt habe wie ich versucht hab eine 120-seitige arbeit zu erstellen....

  • das is nur beim oeffnen und wenns mal offn is, passt alles?
    koennt vielleicht daran liegn das word die tabelln und alles nach der reihe aufbaut und dann natuerlich nach untn verschiebt wenn der platz auf der seite ned reicht... wenn word das dokument so von vorn bis hintn durchgeht koennt der beschriebene effekt entstehn.
    is aber nur ein wild guess :)

    I came here to chew gum and kick ass, and I'm all out of gum...

  • also ich habe auch schon oft dokumente die mehr als 80 seiten füllen mit graphiken und alles drum herum. mich regt es immer auf wenn ich für jemanden eine *.doc formatieren soll in LaTex ;-)) (schreibe auch nur noch mit LaTeX).. daher verstehe ich deine unmut...

    word hat da schwierigkeiten wohl wahr besondes wenn es sich um datei handelt die mit viele grafiken arbeiten.... bzw verlinkungen zum Excel und Access usw...

    mein tipp.:

    1.die bilder erst später anhängen. bevor sie zum pdf konvertiert

    2.weiterhin alles rechtschreibfehler tool in Word auschalten

    3. wenn die datei zu fett wird mache "speicher unter" und einen neuen datei daraus machen, das hilf oft, da in den datei von word MS word auch protokolle rein schreibt die das file ziemlich fett macht

    4. wenn man richtig harte foratierung vornimmt in word dämmt man das problem der verrutschung ein
    ;)
    5. einen pc nehmen wo mindest 512 mb ram hat... :-))

    "Am Anfang war ich, und dann kamst du,
    und nun wird mir schlecht :-)):devil:
    "

  • Zitat von thanatos5

    3. wenn die datei zu fett wird mache "speicher unter" und einen neuen datei daraus machen, das hilf oft, da in den datei von word MS word auch protokolle rein schreibt die das file ziemlich fett macht

    Schnellspeicherung abdrehen ist da wichtig, macht in etwa das gleiche.

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  • Ganz alternativ dazu und keine wirkliche Problemlösung (aber es passt ganz gut): in einem c't von vor 3 Wochen oder so wurde ein Tool vorgestellt, das aus OpenOffice-Dateien (also auch normalen, nicht zu komplexen Word-Dateien) LaTeX-Code generieren kann, mit ziemlich guten Ergebnissen. Leider hab ichs jetzt nicht bei der Hand, aber mit Google lässt sichs sicher finden.

    Wenn sich die Probleme also gar nicht beheben lassen, dann könnte man die bereits bestehenden 80 Seiten mit dem Tool in LaTeX umwandeln und dann von dort aus weiterarbeiten (natürlich nur, wenn LaTeX als Alternative überhaupt in Frage kommt).

    Ansonsten fällt mir eigentlich auch nichts ein, außer das Word-Dokument so lange wie möglich so einfach wie möglich zu halten (also eh wie thanatos schon gemeint hat) und sich immer gut an die eingestellten Abschnittsüberschriften halten, damit nichts durcheinanderkommt. Auch Fußnoten erst so spät wie möglich einfügen. Oft speichern und Backups machen und immer wieder mit Repair-Tools drübergehen. Manchmal kommt man auch nicht drum herum, den vorhandenen Text portionsweise in ein ganz neues File zu kopieren und im Prinzip neu anzufangen (aus Sicht von Word).

    Hab auch schon 250 Seiten Maturaprojekt-Doku (36MiB) in Word geschrieben auf meinem 800MHz-Laptop damals, also grundsätzlich geht sowas. Aber lustig ist es nicht.

    Restrain the specimen!

  • Hey,

    danke für die Tips! Aber ich hab das zu früh gepostet denk ich. Sie hat mir die Arbeit geschickt und bei mir sah dann nach ein paar Einrückungen von Bildern eigentlich alles so aus wie es sollte (denk ich), auch nach dem Speichern und neu öffnen. Vielleicht wirklich nur eine zu alte Word Version, oder ich hab das Problem irgendwie nicht verstanden. Naja, ich hab noch keine Antwort ob's bei ihr jetzt auch geht, also mal schauen...

    lG,
    Murmel

  • Zitat von daff

    Wenn sich die Probleme also gar nicht beheben lassen, dann könnte man die bereits bestehenden 80 Seiten mit dem Tool in LaTeX umwandeln und dann von dort aus weiterarbeiten (natürlich nur, wenn LaTeX als Alternative überhaupt in Frage kommt).

    Erfahrungsgemäß funktioniert sowas nicht, weil bei Word-Usern typischerweise Überschriften nur markierter Flusstext mit bold-Attribut sind, größerer Abstand zwischen Absätzen mit ganz vielen enterenterenter gemacht wird (incl. manueller Zeilenumbruch auf die Weise) und Tabellen mit Spaces gemacht werden.

    Sowas könnte nur eine ziemlich leistungsfähige kontextsensitive KI in \LaTeX{} umwandeln.

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  • Zitat von hal

    Erfahrungsgemäß funktioniert sowas nicht, weil bei Word-Usern typischerweise Überschriften nur markierter Flusstext mit bold-Attribut sind, größerer Abstand zwischen Absätzen mit ganz vielen enterenterenter gemacht wird (incl. manueller Zeilenumbruch auf die Weise) und Tabellen mit Spaces gemacht werden.

    Ich glaub das wär gar nicht so das Problem, die Überschriften zB sind alle schön mit "Überschrift 1" formatiert und die Tabellen schauen auch in Ordnung aus. Aber spätestens an den in Word gezeichneten Schemas versagt so ein Converter dann sicher.

    lG,
    Murmel

  • Ahja, das hab ich noch vergessen :)
    Wie ich das mal in der Schule gemacht hab (wir ham in der HTL eine Arbeit für die Matura schreiben müssen), hab ich einfach die Word-Seiten als PDF ausgedruckt, im Acrobat das Bild ausgeschnitten und 1:1 mit pdflatex weiterverarbeitet. Dadurch ist es eine Vektorgraphik geblieben.

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  • Ich hab mal ein kaputtes Dokument eines Freundes mit Lotus WordPro geöffnet und gespeichert. Vorher konnte Word es gar nicht öffnen, danach gings wieder, hatte ein paar kleinere Formatierungsfehler.
    WordPro is übrigens zu empfehlen, die hatten zu Ami-Pro-Zeiten bereits einen ausgezeichneten Formeleditor.

    In einen FBO rendern ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man kriegt.

  • Zitat von hal

    Erfahrungsgemäß funktioniert sowas nicht, weil bei Word-Usern typischerweise Überschriften nur markierter Flusstext mit bold-Attribut sind, größerer Abstand zwischen Absätzen mit ganz vielen enterenterenter gemacht wird (incl. manueller Zeilenumbruch auf die Weise) und Tabellen mit Spaces gemacht werden.


    Voraussetzung für das Funktionieren des Tools ist natürlich die richtige Nutzung der selbst- oder vordefinierten Abschnittsüberschriften, das stimmt. Aber jemanden, der eine ernsthafte Diplomarbeit ohne diese definierten Überschriften schreiben will, halte ich für wahnsinnig, und die von Murmel beschriebenen Probleme wären dann wohl die geringsten :)

    Zitat von hal


    Sowas könnte nur eine ziemlich leistungsfähige kontextsensitive KI in \LaTeX{} umwandeln.


    Mach sowas als Bakk- oder Magisterprojekt :) Du würdest der Menscheit einen Gefallen tun!

    Restrain the specimen!

  • wenn du portieren willst von word -Y latex empfehle das rtf- fotmat zu nehmen...


    du kannst ja durch ersetzten der tags so alles automatisieren lassen... ultraedit ist da ziemlich gut..

    "Am Anfang war ich, und dann kamst du,
    und nun wird mir schlecht :-)):devil:
    "

  • So, ich will gleich mal diesen Thread mit einer ähnlichen Frage fortsetzen...

    Meine Schwester will nächste Woche mit ihrer Diplomarbeit anfangen. Sie wird in dem Dokument extrem viele Fußnoten und viele hochauflösende Bilder haben und das ganze Werk wird mindestens 140 Seiten haben. Hört sich also irgendwie nicht so nach einem Job für Word an.

    Ich hab ihr jetzt mal Latex gezeigt, aber sie als Nicht-Informatikerin war nicht so wirklich begeistert davon. ;)

    Daher meine Frage an euch: Was würdet ihr meiner Schwester empfehlen? Sie will die "einfache Bedienbarkeit" von Word (sie hat bis jetzt NUR mit Word gearbeitet), und keine Schwierigkeiten mit dem Dokument bekommen (sie wird die Diplomarbeit in Griechenland schreiben - es wird also kein Informatiker bei ihr sein, der ihr im Problemfall helfen können wird ;) )...

    Any ideas?

  • Es gibt visuelle Editoren für LaTeX, evtl ist da was dabei? Du hast nicht erwähnt, für welches OS das sein müsste.

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  • Zitat von hal

    Es gibt visuelle Editoren für LaTeX, evtl ist da was dabei? Du hast nicht erwähnt, für welches OS das sein müsste.

    Ach so, ja - sie hat Windows XP. Hab ihr übrigens eh LaTeX mit einem visuellen Editor demonstriert. Trotzdem war sie nicht begeistert. ;) Jahrelanges Word benutzen hat wohl Auswirkungen.

    Was haltet ihr eigentlich von Open Office als Alternative? Würde sich das für eine Diplomarbeit anbieten, oder hat der Open Office Writer genau wie Word mit großen Dokumenten Probleme?

  • Naja, evtl hilft eine gegen-Gehirnwäsche :)
    Wenn man jahrelang ein einziges Programm verwendet, fängt man an, in Operationen in diesem Programm zu denken. Etwas, was dort nicht geht (bzw man nicht weiß wie), existiert einfach nicht. Etwa, was dort geht, braucht man unbedingt, egal wie sinnlos es wirklich ist...

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